Sonntag, 19. Dezember 2010

spuren nach bethlehem.



spuren nach bethlehem, so heisst das weihnachtsoratorium von hans-georg wolos aus neumünster.
hans-georg ist leiter des dortigen holstein-chors und eine tragende gestalt im neumünsteraner musikleben. ein mann mit leiser stimme, bescheidenem auftreten und mit einer riesigen fangemeinde.
das oratorium gibt es schon seit 15 jahren, es wird immer wieder ein bisschen aufgestockt und verändert, es "lebt" also. im letzten jahr hatten der aba und ich schon die gelegenheit, mitwirken zu dürfen, in neumünster selbst, zwei volle vorstellungen in der riesigen stadtkirche, mit public-viewing-screen hinter uns-für mich bis dahin eher ungewohnt bei kirchenkonzerten.


dieses jahr reiste das werk nach nortorf, wurde von chor und orchester an st.martin ("in the fields" würde hier angesichts der landschaftlichen disposition ebenso passen) unter schwerwetter-bedingungen einstudiert und gestern zweimal hintereinander vor ausverkauften haus aufgeführt.



und wieder gefiel mir die musik sehr. ich bin ein fan dieses werkes. letztes jahr spielte ich geige, dieses jahr bratsche, und auch der aba war wieder dabei, trotz riesiger brandblasen an den fingern der linken hand (cerankochfeld), und es war wieder ein tolles erlebnis.



oratorium im alten stil nennt hans-georg wolos sein werk, und das ist es auch formal, harmonisch geht es dabei manchmal in fast musicalhafte, poppige gefilde. hier denkt man ein bisschen an haydn, dort ein bisschen an phantom der oper. insgesamt finde ich es süffig, warm, positiv und beglückend. noch tage später verfolgen mich die melodien.



besonders in der zweiten vorstellung ging plötzlich die post ab, alles verschmolz zu einem groovenden, ekstatischen jubelklang, chor, solistenquartett, orchester,und publikum wurden von dieser woge spürbar ergriffen. beide male gaben wir als zugabe das unglaublich schöne "dona nobis pacem".




ich wünsche den "spuren nach bethlehem" noch viele gelungene aufführungen wie diese, an vielen verschiedenen orten und hoffe, dass ich es mal wieder mitspielen darf.









Kommentare:

  1. Ansich schade, dass es oft ein Datum braucht für solche Aufführungen. Aber ich gebe zu.... es ist um diese Jahreszeit einfach schöner. :-) Besonders wenn die Welt so aussieht, wie momentan.

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  2. du hast recht, hans. das ganze setting war perfekt, einschließlich der eiseskälte in der kirche und dem glühwein hinterher. vielleicht spiele ich auch deswegen so gern in nortorf, weil die jahrezeiten mit den festen einhergehen, die dort musikalisch zelebriert werden?! oder so ähnlich ;)

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  3. Das sieht wunderschön aus!
    Da wäre ich am liebsten dabei gewesen - wenn es nicht sooo weit entfernt wäre *seufz*

    Danke für die herrlichen Bilder!

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  4. Ich liebe das siebte Bild von oben, auf dem die Kirche mit der Lichterkette und den parkenden Autos zu sehen ist. Das warme Licht lässt ahnen, wie gemütlich es in der Kirche sein muss.

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  5. gemütlich nicht so wirklich bei 15 grad, svenja, aber die atmo war umwerfend :-)))

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  6. Ich bin die kleine Weihnachtsfee, stecke tief im dichten Schnee, drum schick ich DIR aus weiter Ferne eine Hand voll Zaubersterne.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir, liebe yael, besinnliche Festtage und fürs neue Jahr alles erdenklich Gute und dass all deine Wünsche in Erfüllung gehen.

    LG Jenny

    PS: so sollte Weihnachten natürlich nicht sein!!!
    Der Baum verbrannt, Geschenk vergessen, die Gans ist auch schon aufgefressen und auf dem Tisch nur blöde Gaben, na dann nen schönen Heiligabend!

    http://tvjenny.blogspot.com/

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  7. vielen dank, jenny! ich wünsche dir auch ein sehr schönes fest und ein tolles neues jahr!

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