Mittwoch, 30. Juni 2010

svenja-and-gesche-and-the-city.

 svenja beim aufbau des stativs

 das café feddersen... frühstücks-knotenpunkt nicht nur aller briefträger der umgebung südfriedhof, deren gelbe fahrrad-armada mich entfernt an die vorm saloon angebundenen pferde im western erinnert, sondern auch in-treff berühmter und unberühmter künstler und überhaupt öffentlicher illustrer figuren kiels...kopfschüttelnd wurde ich gestern abend nach einem geballten gesprächsnachmittag mit svenja gefragt, wie man stundenlang an der kirchhofallee sitzen kann und quatschen, aber man kann sehr wohl! anscheinend lädt die virile atmosphäre zum endlosen gedankenaustausch bis hin zur planung von alters-wgs ein. logisch mit eigenem kühlschrank für svenja für bauchfleisch und blanchet-ich stell auch ganz bestimmt keinen joghurt rein ;)

und hier das ergebnis des shootings.

Dienstag, 29. Juni 2010

ghost town.


das war die kieler woche 2010...schade, vorbei.


ein paar verlassene schietberge und sich im wind müde blähende zeltwände, keine flaggen mehr am rathausturm, den ich von meinem balkon aus durch die nacht leuchten sehe



...und keine typische geräuschkulisse mehr. in der normalen arbeitswoche hört sich die luft ganz anders an. ich meine nicht die dröhnung von zig freiluftbühnen, die hier oben ankommt, sondern die ganz besondere sound-kuppel, die über der stadt liegt, die die kieler woche bildet aus tausenden von menschen, schiffen, buden, autos, es surrt und flirrt vor lauter energy...und diesmal kam noch die spannung der wm hinzu und die euphorie durch das schöne wetter. hoffentlich wird es nächstes jahr wieder so warm und sonnig, wenn ich meinen lieblings-schwenkgrill an der kiellinie besuche (diese spieße!) und ein polnisches bier auf dem rathausmarkt zische...und vielleicht sogar irgendwo mit der irish fiddle aktiv sein kann :)

was bleibt:


 komische schiffe vor komischen häusern.

Sonntag, 27. Juni 2010

kieler woche. clasen-koehler im zelt.


hey, ich bin schwer überrascht und mit einem schlag komplett überzeugt vom einstimmigen kollegen-urteil: das zelt im hiroshima-park ist die beste location der kieler woche. aus früheren jahren (und im nächsten jahr wieder!) vom komfort und publikumsträchtigkeit der größeren bühnen verwöhnt, dachte ich zuerst: hm....so zu ebener erde, und alles so klein drumrum. kaum hatten wir jedoch unseren krempel gestern in das zelt geschleppt, merkte ich gleich: hier ist es gut!


das lag zum einen am aufbau des zeltinnenlebens, mit der erhöhten bühne für die backline, so daß die rhythmusgruppe oben und doc koehler und ich unten stehen konnten-das ist immer gut, nicht nur für die optik, sondern auch für die verständigung untereinander.
die technik war bei unserem freundlichen soundmixer mitch in besten händen!



aber auch der ganze platz selbst ist so nett, die vier zelte, wie sie zueinander stehen und miteinander korrespondieren, das edle teak-gestühl, die dicken ahörner drumherum...es hat atmosphäre. und zwar so gute, daß ich es kaum erwarten kann, im nächsten jahr dort wieder so einen tollen abend zu haben. hier wird ein bestimmtes publikum angelockt, das sich von manch einer anderen stelle doch stark unterscheidet.
wir haben fast drei stunden gespielt, aber es kam mir ganz kurz vor. unser stammschlagzeuger miele war diesmal übrigens nicht dabei, dafür hatten wir david bowler aus den usa, ein groove-tier sondergleichen.




fotos 1, 7, 8, 9 und dieses:


sind übrigens von hans steen vom hausmannblog-danke dafür :-)

Samstag, 26. Juni 2010

kieler-woche-jazz.

das clasen-koehler-quartett geht heute ins zelt:



ab 19.30 auf der hofbühne im hiroshima-park.

Donnerstag, 24. Juni 2010

tor!

kieler woche in kombination mit fussball-wm ist ne schicke sache für so fußballmuffel wie mich. da gibt's richtig raum und platz auf der mole, weil sich alles vor den glotz-spots ballt. man kommt locker an jeden getränkestand ran und kann kontemplativ auf der kaimauer sitzend mit einem kühlen jever in der hand durch die golden auf dem wasser blinkende abendsonne gleitende plattbodensegler beobachten. gestern abend zog ich mit  mami los, die gleich zu anfang im taxi zur verwunderung des arabischen fahrers lautstark intonierte: "ich bin sowieso für ghana!"
mit der spiellinienbegehung starteten wir bei der reventloubrücke und strebten dann gen alten markt, aber da war dieses feld von ca. 2 quadratkilometern,auf dem sich mensch an mensch drängte, alle augen mehr oder weniger glasig in dieselbe richtung starrend. es gab keine umleitung, wir mußten diagonal durch. es ging besser als erwartet, alles freundliche junge leute, und irgendwann wagte ich sogar mal einen blick in die generalrichtung, konnte aber keine leinwand erspähen. erst auf den zweiten blick sah ich das grüne karree, und noch bevor ich begreifen konnte, wie vergleichsweise klein diese mattscheibe war, wurde ich just in derselben sekunde staunend schaudernde zeugin des balls, der geradeaus ins tor ging. also de facto im selben moment des hinsehens. ein böser traum an diesem standort! die nächste hundertstel sekunde währte in meinem hirn eine gefühlte ewigkeit. der körper schüttete alle möglichen opiate aus, um noch eventuelle fluchtmöglichkeiten abzuchecken, aber ich realisierte gleichzeitig, daß es kein entrinnen geben konnte: wir waren inmitten des epizentrums, hunderte  menschen um uns herum würden nun....und da entlud sich schon der schrei aus tausend mündern  und trug uns gleichsam davon auf einer gewaltigen druckwelle der euphorie.
ich muß sagen: das hatte was! ich fühlte mich wie ein verirrter quark im cern.




was mir übrigens sehr entgegenkommt, ist, daß das produzieren eines gesunden fortissimos auf vuvuzelas eine gewisse grundkenntnis von atemtechnik und zwerchfellstütze verlangt. die ab einem bestimmten alk- pegel jedoch erschlaffende bauchmuskulatur läßt diese nicht zu, und somit plumpsen nur noch ein paar pappige, undefinierbare furzlaute aus den plastiktröten. prima!

nochmal jochen.



weil ich mein eigenes video mal wieder nicht ins netz gekriegt hab, hab ich ein bißchen recherchiert, und siehe da....ein youtube meines schwarms von einer anderen veranstaltung. er tourt ja viel. ziemlich coole sau um nicht zu sagen arroganter sack...aber ich bin ihm leider trotzdem komplett verfallen ;)

Mittwoch, 23. Juni 2010

jochen.

daß mir das nochmal passieren mußte...
ich hab mich auf der kieler woche voll verknallt.
in jochen, den elefanten. er radelt dieser tage durch die menge, mit seinem schicken radio vorne drauf.
ich hab ihn zärtlich ins ohr gezwickt und er hat mich ganz lieb angeguckt und mit mir gesprochen *herzhüpf*!



ich würd mal sagen, der ist aus der bauchredner-puppen-tradition hervorgegangen, nur eben mit heutiger technik. sein geheimnis zu lüften, erfordert allerdings schon einen gewissen scharfblick.
ich wünsche euch allen, daß ihr ihn mal erlebt während dieser zeit, er ist die absolute show :)

das meer.




grüß' mir das meer,
silberne wellen
rauschen und schwellen, 
schön ist das meer!

grüß' mir das meer,
golden es schäumt',
ob es auch träumet?
tief ist das meer.

grüß' mir das meer,
glücklich es scheinet
ströme es weinet,
groß ist das meer.

(friederike kempner)

Dienstag, 22. Juni 2010

kieler woche. kko und plastic skanksters.


also, da wir ja nun wieder eine jazzbühne haben dieses jahr, und ich mich deshalb persönlich nicht so angegriffen fühle, bin ich mal nicht mehr so anti-kieler-woche drauf wie im letzten jahr, und da wir gestern unseren freund mark karsai mit dem kieler kammerorchester hören wollten, trieb es uns zum kw-festkonzert in die petruskirche. man könnte natürlich viel sagen über das konzert, aber ich sage nur eins: was man ihm da für einen no-name-flügel hingestellt hatte, tz....so ein klavier bar jeden sounds hab ich selten gehört. wozu ein liszt-konzert spielen, wenn man es nicht hören kann?
naja...wir sind dann jedenfalls noch zur  kiellinie runtergestapft,  und da war es wider erwarten so richtig nett. vor allem schön leer. das lag wohl am fußball. es war schließlich auch montag, und dann noch spät.man mußte keinen schiß haben, abgedrängt und ins wasser geschubst zu werden ( das ist ja immer meine panik, daß ich mal an der kaimauer ins straucheln gerate und dann sagt es platsch und das wars dann mit mir, dem handy und der lumix...)


da fühlt man sich doch mal wieder so richtig als kieler deern, jawoll!


und für des abas favorite food ist diesmal in ausreichendem maße gesorgt....



und dann ...ich muß sagen, auf den offenen kanal ist doch verlaß....trafen wir auf eine richtig super-mega-affengeile band. ich kann die qualität nicht anders beschreiben. wir waren von den socken: die plastic skanksters. wow! die spielen ska mit astrein intonierten auswendig abgeschmetterten bläsersätzen, die trompeten mit salsa-mäßigen höhen und allen amtlichen chops, ein optimal sportlicher frontman  für vocals und punktuellen melodica-einsatz, eine klasse locker-lustige groovende performance mit publikumseinbindung und unendlich spaß auf beiden seiten...das alles auf der - mini - bühne, vor der ein großer wust teenies außer rand und band abhottete, was das zeug hielt, und ich mich fragte, ob ich auch jemals so einen bewegungsdrang hatte (doch, ich glaube ja...).
schick auch der solar-gespeiste bar-wagen des ok-geländes.


wir gingen zutiefst zufrieden nach hause, denn wenn die kieler woche jetzt nur noch mistig sein sollte, haben wir diesen klasse abend zumindest gehabt, an dem es noch so war wie früher. handmade music so richtig ausm kreuz, und das sogar von lokalmatadoren!
ich freu mich schon auf sonnabend, nicht nur, weil ich da selber spiele (ihr wißt, im hiroshima-park), sondern weil diese kultige kapelle nachts nochmal die pumpe rockt :)
yeah!

Montag, 21. Juni 2010

schachmatt.


wenn sich schach-sucht mit flohmarktfieber paart.
gespielt wird in diesem hause allerdings ausschließlich online :)

Sonntag, 20. Juni 2010

matjes in happytown.


fast parallel zur kieler woche finden die glückstädter matjeswochen statt. da von quickborn easy zu erreichen, und von vor zwei jahren in netter, sonniger und gemütlicher erinnerung, entschlossen wir uns zu einem trip dorthin und erwischten sogar -o wunder-trockenes wetter. eigentlich gibt es auf solchen volksaufläufen ja nicht allzuviel zu tun außer zu essen und zu trinken, denn zu gucken gibt es de facto nicht viel. der tiefere sinn war diesmal, britta die nette kleine glück-stadt zu zeigen, in der aba an der musikschule unterrichtet und die ich ganz zauberhaft finde. aber vor lauter wooling konnte man die stadt gar nicht so richtig erkennen. es war eigentlich wie überall zu solchen anlässen, man latscht auf und wieder ab, kauft mehr oder weniger nutzvolle dinge an flohmarktständen, wundert sich über zig fliegende händler, die einem hornhaut-und gurkenhobel verticken wollen, isst matjesbrötchen (die allerdings eine reise wert sind), und trinkt bier. aus irgendeinem grunde wollte dieses jahr der funke bei uns nicht recht überspringen. ob die musikauswahl dabei eine rolle gespielt haben mag?!


richtig gepestet waren wir allerdings von einem parkticket. in der kleinen seitenstraße, in der wir das schild schlichtweg übersehen hatten,  waren gleich ca. 50 davon verteilt worden, und  das finde ich blöd und gemein, an einem solchen tag so mit den touris umzugehen. grummel!

Dienstag, 15. Juni 2010

park-antwort.

und hier nun die friedvolle auflösung der chrysleriana in einem lichten dur-akkord.
die schmalen augen straight auf den vordermann gerichtet, steht mein kleines bat-mobil unbescholten auf dem kopfsteinpflaster. der hutschi-kutschi-män hat sein gefährt anscheinend sicher vom bordstein gesteuert und der bürgersteig ist wieder frei für radfahrer :-)
alles ist gut und ich geh erstmal erdbeeren shoppen :-)

park-frage.

ich habe da mal eine frage.
gestern stand ich lange vor folgender situation und war mir nicht sicher, was zu tun sei.
im stadtfeldkamp darf man nicht auf dem bürgersteig parken, wohl aber auf der straße.
dieses kleine hutschifiedel , rechts im bild, stand aber auf dem bürgersteig zwischen zwei bäumen, und davor war eine lücke, in die die einzige beauty, die das haus chrysler je verlassen hat, links im bild, passte. die aber wiederum  jemand absichtlich gelassen haben könnte, damit der kleine rauskommt. ich schnappte mir diese lücke und checkte ab, ob der andere rauskommt, wenn er ein stück über den gehweg bis zur nächsten einfahrt fährt. dies war zweifelsohne der fall. dennoch fühlte ich mich unwohl. ich habe einen zugeparkt, der "verboten aufgeparkt" hat, aber rauskommen würde, wenn auch auf nicht ganz legalem wege. hätte ich ihm trotzdem die lücke lassen müssen, eine wertvolle rarität dieser tage in unserem viertel?


ich war noch nicht unten, die konsequenzen meines halbseidenen handelns zu überprüfen....

Montag, 14. Juni 2010

mit rilke in die woche.


dem kalten sommer doch immerhin ein paar kornblumen aus den rippen geleiert.
dazu einer meiner lieblings-rilkes.


du musst das leben nicht verstehen
dann wird es werden wie ein fest
und lass dir jeden tag geschehen
so wie ein kind im weitergehen von jedem wehen
sich viele blüten schenken läßt.

sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem kind nicht in den sinn.
es löst sie leise aus dem haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen jahren
nach neuen seine hände hin.

rilke




Samstag, 12. Juni 2010

kampfkatzen. combat cats. chatullim lo tov!

soviel zum thema "katzencontent"...da müssen wir jetzt schon volle pulle mit bachblüten zuschlagen, und die homöopathin macht hausbesuche!

Freitag, 11. Juni 2010

fussballfan.

es stimmt gar nicht, daß ich keinen fußball mag. ich mag ihn sogar sehr, auch wenn ich aus einer familie stamme, in der keine und keiner sich für diesen sport interessierte, und erst in späteren jahren wußte ich um so wichtige termine wie sonnabends die "sportschau", die bei uns überhaupt keine rolle spielte. "bundesliga" und solche worte bezeichneten für mich eine fremde, ferne welt. (später, im stuttgarter exil, erfuhr ich dann, was es bedeutete, in einer bundesliga-stadt zu wohnen und an welchen tagen man  sich besser nicht abends mal eben in der kneipe verabredete, weil man sonst zwei stunden im stadtauswärts-stau stecken blieb).
gab's bei uns zuhause früher sport im fernsehen? hm...springreiten manchmal und autorennen (meine mutter und mein bruder, an zwo verschiedenen bildschirmen, einer in nord-nordost, einer in südwest, so daß es im  ganzen haus flächendeckend trotz der mono-geräte in stereo röhrte). auch an wimbledon-spiele erinnere ich mich, an boris becker als junge, martina navratilova, an oh-und ah-rufe aus dem wohnzimmer.  aber fußball? nein. weder die beiden männlichen noch die beiden weiblichen personen in meinem elternhaus zeigten tieferes interesse. ich bin sozusagen nicht fußball-guck-mäßig sozialisiert.
aber heute: die fußball-wm ist meine zeit, und zwar wörtlich: meine zeit! ich habe frei, der abend gehört mir, ich kann tun und lassen, was ich will, stundenlang lesen oder im internet surfen, mich auf der barockgeige versuchen, klavier spielen, tuschen oder mich mit freunden verabreden, die genau so strange drauf sind wie ich.
vor jahren schaltete ich zur wm-zeit mal eine meiner lieblings-sendungen "aspekte" an, und der sprecher sagte: "heute sind wir ganz unter uns".
ich liebe fußball und insbesondere die wm. sie ist ein geschenk, geschenkte zeit für mich :-)))))

Montag, 7. Juni 2010

sommer.


ach, die sonntage mit den freundinnen, auf liegestühle verteilt, mit der hauseigenen caipi-bar, der perma-glut im grill, spontaner kammermusik, ping-pong-matches, bergen von zeitschriften...mehr text fällt mir dazu gar nicht ein.



links im bild das outdoor-schlafzimmer für katzenallergiker ;-)