Mittwoch, 31. März 2010

cern. wozu?

keine bange, ich werde keine politbloggerin, never *lach*- aber ich muß mal kurz was loswerden: denn was ich überhaupt nicht kapiere, ist der hype um den cern.
wozu braucht die menschheit sowas? warum so ein wahnsinnsaufwand, für was? forschung allgemein: ich hab damals schon nicht verstanden, warum so unglaublich viel kohle ausgegeben wurde, um ein kleines fernsteuerauto auf den mars zu schießen, das sofort gegen einen stein karrte, umkippte und kaputt war, wie das bei fernsteuerautos nun mal so ist. man will doch nicht ersthaft den mars bewohnbar machen?! wir haben doch einen planeten zum drauf leben. und wie die menschen hier leben. auf pappe zwischen bahnschienen. auf müllhalden. in wellblechhütten. ohne essen, ohne wasser.  und statt das geld dieser welt zu nehmen und es für diese menschen zu verwenden, ihnen "materie" zu verschaffen, mit der sie ihren körper ernähren können, und häuser haben können, in denen wasser aus der leitung kommt, so wie hier bei uns, wird dieses schöne geld in eine maschine investiert, die die zusammensetzung von eben jener materie erforschen soll. als hätte das vorrang vor den nöten der welt!!! dabei wird mit energien herumgespielt, die sowas von saugefährlich sind, daß sie nicht nur die erde, sondern auch zb den mond gleich mit zerstören können. unüberschaubar, unkontrollierbar, schlimmer als atomkraft. und das wird von uns von den medien als etwas tolles verkauft, und die warnenden stimmen in den wind geschlagen, als handele es sich um dumme jungs. um spielverderber. ich darf da gar nicht weiter drüber nachdenken, dann packt mich dermaßen die wut. hier ein hochinteressantes interview zu dem thema gefahr und cern. aus meinem lieblings-politblog "alles schall und rauch".

Dienstag, 30. März 2010

sommerzeit.

schon 30 jahre gibt es diese blöde zeitumstellung in deutschland? komisch- mir ist das phänomen jedes jahr wieder fremd und umkommod. jählings wird man rausgerissen aus der liebgewordenen gewohnheit der langen dunklen leseabende bei kerzenschein, vorne am tag fehlt eine stunde, hinten ist dafür eine zuviel. ich bilde mir ein, viel müder zu sein am vormittag, und abends komme ich nicht ins bett.
außerdem....wieso ist eigentlich schon wieder ostern? neulich war doch noch weihnachten. ich hab's noch nicht mal verwunden, daß wir diesmal keinen baum hatten, und nun suchen wir fieberhaft den karton mit den eiern, bisher vergeblich. als übersprungshandlung habe ich etwas ganz schlimmes gemacht. ich habe fiese plastikeier draußen an die rambling rose namens penny lane gehängt, es mir aber verkniffen, ein foto davon zu machen ;-)

Sonntag, 28. März 2010

clasen-koehler-quartett im hüttenkrug.

endlich mal wieder ein clasen-koehler-auftritt! diesmal in hütten. ohne gps kaum auffindbar, der kleine ort, der sich irgendwo zwischen eckernförde und owschlag versteckt, inmitten der nach ihm benannten hüttener berge. weit führt es uns über autobahnen und landstraßen, im übertrieben strömenden regen schwimmen wir gleichsam durch die hügelige landschaft, vorbei am brachliegenden"baumgarten" (jens und ute wenig begeistert von meinem vorschlag, da eine musiker-land-wg aufzumachen). wenige bis keine schilder zeigen hütten an, aber schließlich stoßen wir auf wir eine kleine straße dorthin, die sich durch wiesen und wälder schlängelt, uphill and downhill.  kaum drin im dorf, ist man -huch! - auch schon wieder draußen. aber schafft man es, rechtzeitig zu bremsen, sieht man zur rechten die wunderschöne backsteinkirche, umgeben von einem romantischen friedhof, und links des weges, malerisch in der kurve gelegen: der alte dorfkrug, heutzutage in  privater hand. dort warten werner und sigrun schmidt schon mit kaffee und kuchen auf uns. den ganzen tag war frühlingshaftes bombenwetter, aber jetzt im dauerregen ist es ungemütlich und kalt. umso dankbarer bin ich für die bullerige wärme der gigantischen steinöfen, die die jahrhunderte alten mauern des hauses wärmen. hier wird noch mit holz geheizt, und zwar ausschließlich-solange die gesetzeslage das noch zuläßt, wie der hausherr einräumt. der kleine saal hat ein weißgestrichenes hölzernes tunnelgewölbe und eine altmodische bühne mit dicken vorhängen aus rotem samt. alles richtig wie früher. dahinter liegt die aus mehreren ineinander übergehenden zimmern bestehende bibliothek, bücherwände soweit das auge reicht, und wiederum dahinter sigruns töpferwerkstatt. durch eine zweite tür gelangt man vom saal aus in die küche: terrazzoboden, antiker original-herd, sich bis zur decke aufstapelnde töpfe, kannen, teller und schalen aus der hauseigenen werkstatt.
die zeiten für livemusik, ob jazz oder klassik, sind nicht gerade rosig. öffentliche veranstaltungsräume sind schwer aufzutun. der trend geht zu privaten events wie hauskonzerten im weitesten sinne, und die sind meistens perfekt und sehr liebevoll organisiert. es werden leute direkt eingeladen, karten verkauft, es gibt brot, käse und wein. ich liebe das. das publikum ist aufmerksam und dankbar. das schönste kompliment erhielt ich hier von einer ex-kielerin, die es in dieses dörfchen verschlagen hat und die sich total freute: "ich glaub es nicht, ich gehe in hütten 200m zu fuß und bin in einem gesche-clasen-konzert."  nun würde ich die veranstaltungsreihe im hüttenkrug nicht unbedingt als hauskonzert bezeichnen, sondern es ist eine öffentliche veranstaltung mit ticketservice und allem komfort, wie aus der website (link oben)...weiterlesen....

Donnerstag, 25. März 2010

lutherstrasse. gelbe räder und blaue zettel.

hier - hinter der scheibe- sieht man den postbüdel und die postbüdelin. einer ist für die lutherstraße zuständig, die andere für die kirchhofallee, und wo beider dienstwege sich kreuzen, befindet sich rein zufällig die café-bäckerei feddersen. persönlich bekannt ist mir nur er, der männliche postler. immer munter und guter dinge.oft treffen wir uns auf der straße oder im treppenhaus, und wenn er mich meine instrumenten-cases zum auto schleppen sieht, sagt er jedes mal: "na, geht's wieder auf konzertreise?" und ich sag jedes mal "jupp." obwohl das so gut wie nie stimmt, denn wann geht man schon auf konzertreise. aber darum geht's ja gar nicht, sondern nur um den plausch und die guten vibes in unserer straße. neulich hatten wir allerdings eine längere unterhaltung. der postmann stand da wie angenagelt neben seinem gelben postbike und wartete, bis ich die straße raufgelaufen war und vor ihm stand. er war ziemlich außer sich. "sagen sie", hub er an, "sie bekommen doch auch immer so viele cds und bücher."- "äh, ja, stimmt...." sagte ich. -"da muß was passieren! sie müssen ihrem vermieter mal sagen, er soll ihnen mal einen ordentlichen briefkasten anbauen! nie passen die sachen da rein! der soll mal 500 euro springen lassen, dann müssen nicht immer alle leute zur hauptpost, um ihre sachen abzuholen". aufgeregt fuhr er mit erhobenem zeigefinger fort: " laut postgesetz paragraph fünfhundertsiebenunsechzig b   ist der viermieter dazu verpflichtet, dem mieter einen freien zugang zu seiner post zu ermöglichen. gucken sie mal hier-" er sticht ein paarmal mit dem zeigefinger in richtung eines korbes hinten auf dem gepäckträger, voll mit amazon-und sonstigen großformatigen päckchen. "das ist jeden tag so. jeden tag dasselbe. jeden tag schlepp ich das alles zurück, weil hier kaum mal jemand einen zeitgemäßen briefkasten hat. und weil ich das sonst nirgends abgeben kann, weil ja niemand im haus ist, und man die leute ja auch nicht immer belästigen mag, muss ich dann wieder den weg des blauen zettels gehen!" ich sage: " also, die sachen für mich können sie bestimmt einfach vor meine tür stellen." er starrt mich an - was ich da gesagt habe, geht komplett gegen seine postboten-ehre. er weiß gar nicht, was er sagen soll, der gedanke rüttelt an seinen grundfesten. er schüttelt den kopf mit der blauen strickmütze. "nein, also...nein...das geht nicht, das ist auch laut paragraph siebenhundertachtunddreißig gar nicht erlaubt." dann sag ich nochwas schlimmeres: "oder einfach unten auf den briefkasten stellen?" blankes entsetzen in seinem entgeisterten gesicht, und erst nach einer sprachlosen pause preßt er mühsam hervor:. "nein, also das geht überhaupt nicht, bei dem durchgangsverkehr!"  ich kleine ideenmaschine laufe zur hochform auf: "und wenn sie es einfach in der arztpraxis abgeben?" -"das mag ich auch nicht tun, die sind zwar nett, aber die sind doch keine postannahmestelle!" okay, okay....ich seh schon, ich bin ihm keine große hilfe. ich verspreche ihm, meinen vermieter anzuhauen, sollte ich ihm mal begegnen.
ich hab meinen vermieter nicht gesehen, den seh ich nie, der wohnt auch gar nicht hier. aber mein bestellverhalten hat sich geändert. ich lasse die sachen jetzt dorthin liefern, wo jemand zuhause ist, oder  zu bestimmten daten. oder ich geh mal wieder in einen richtigen buchladen und unterstütze einen local dealer. so richtig mit beratung, weichem teppichboden und buchgeruch um mich herum. wo ein ausgepacktes exemplar schon leicht angegrabbelt zur ansicht oben auf dem stapel liegt und man beim geschenkverpacken zugucken und sich immer wieder wundern kann, warum man das nie so schön hinkriegen wird. so wie neulich in quickborn, wo ich in der buchhandlung mit dem wohlklingenden namen "selma theophil" blätternd versank, während hinter meinem rücken in etwa so gesprochen wurde: (kundin:)"ach, ich bin nur vorbeigekommen, um ihnen zu sagen, wie wunderbar ihr tipp von neulich war, das war ganz genau das richtige für mich!" -(buchhändlerin:) "na, das freut mich aber. hier hätte ich übrigens wieder was, was sie vielleicht interessieren könnte..." tja, das kann amazon's  virtueller "blick ins buch" nicht ersetzen....
und somit hab ich den lieferverkehr zu meiner wohnung  etwas entlastet und ich hoffe, daß da, wo lutherstraße und kirchhofallee sich kreuzen, sich bei einem choco-cappuccino über die angenehmen seiten des postbüdel-und sonstigen daseins unterhalten wird :-)

Sonntag, 21. März 2010

frühlingsanfang.

jetzt ist er offiziell da, der frühling. wir begrüßten ihn in der elbmarsch bei haseldorf. kalt war's.

einzigartige naturschauspiele...frühlingsboten sozusagen:und das spontane angebot eines engagierten naturfreundes, mit meiner kamera durch dieses profi-teleskop hindurch ein paparazzi-foto vom kormoran zu knipsen.
klar, daß aba jetzt ebay nach solch einem fernglas filzt, wobei ihn die tatsache, daß er (nicht ich) es dann durch die landschaft schleppen müßte, wohl letztlich von einem kauf abhalten wird. die ganze diashow gibt es hier.

Samstag, 20. März 2010

tagebuchbloggen 19. märz



kaum daß der beginnende frühling erste über-null-temperaturen schickt, ist im hamburger schanzenviertel party. flanierende menschenmassen, die bierbänke vor den kneipen am schulterblatt voll. eigentlich wollten wir zu unserem lieblingsportugiesen, aber der lächelte nur mitleidig, als wir mit vier personen dort ankamen. zur not gibt es zwei häuser weiter ja noch den anderen portugiesen. auch hier war es sehr schwierig, aber tatsächlich bekamen wir nach einigen verhandlungen und schnellem reagieren einen tisch ab. es war richtig laut, aus der hausanlage dröhnte salsa, dazu das stimmengewirr im brechend vollen lokal. die beiden kellner flitzen hektisch zwischen drinnen und draußen hin und her, ein dritter hatte abgesagt. die beiden versuchten verzweifelt, des sich minütlich verschlimmernden chaos herr zu werden. daß sie überhaupt noch schafften, irgendetwas an die tische zu bringen, und dann zum teil auch noch das richtige, ist als artistischer akt zu bezeichnen. weinbestellungen wurden so abgewickelt, daß man am tresen eine flasche in die hand gedrückt bekam, mit der man dann an der tisch ging , sich selber einschenkte und die flasche zurückbrachte. alles ging drunter und drüber. das essen war bis auf einen der von uns georderten teller kalt und  grausig, die kleinen sardinen schlichtweg ungenießbar, in altöl fritiert und lauwarm. je später es wurde, desto weniger ging. die kellner nahmen es mittlerweile mit galgenhumor, und für alles daneben gegangene schenkten sie einen wein aufs haus aus, sich selber auch. die krönung war am ende grappa, der von tisch zu tisch ging , und als aba fragte, was wir damit machen sollten, sagte der kellner, der schlankweg von sich behauptete, er käme aus london, aber in wirklichkeit eher  zur bordbesatzung der "kruszenstern" gehört haben konnte, "you can take a shower with it."
wir haben uns prächtig amüsiert und selten so einen lustigen abend in der schanze verbracht, und die sache mit dem service war für uns eine klasse lachnummer, aber essen? nein, das kann man da wirklich nicht, und nächstes mal warten wir lieber auf einen tisch in der richtigen kneipe, soviel steht fest.

Mittwoch, 17. März 2010

tagebuchbloggen 17. märz

mit brummschädel aufgewacht nach gestrigem freundinnen-treff und thomapyrin als unwirksam verflucht, was aber in wirklichkeit daran lag, daß ich sie gar nicht genommen hatte, sondern lediglich aus der folie gedrückt, und den nächsten schritt, nämlich sie in den mund zu stecken und mit wasser runter zu spülen, übersprungen, und so lagen sie da am morgen völlig unberührt....ich dummie. in der musikschule mehrere kleinstgruppen dynamitgeladener 6jähriger energiebomben. eine mutter, die glücklich ist, daß sie ihre arbeitsstelle gekündigt hat, weil sie mehr für ihre kinder da sein will...hat die das gut, dachte ich im stillen.

gespräch im bioladen. frank behauptet seiner neuen mitarbeiterin gegenüber, daß ich die berühmteste künstlerin der lutherstraße sei. als ich abwehrend mit den armen fuchtele, präzisiert er: am weitesten über die lutherstraße hinaus bekannt. immer noch sage ich: never. das sei doch ganz eindeutig der feridun. ach, sagt frank, den holst du doch locker ein. ich sage, stell dir vor, wir kennen uns gar nicht und haben noch nie miteinander gesprochen, obwohl ich doch auch schon vier jahre hier wohne. sein freund günter, der und ich grüßen uns allerdings mittlerweile. oh, sagt frank, dem kannst du übrigens immer eine große freude machen, wenn du ihm ein paar alte holzkisten ins treppenhaus stellst, er hat noch ofenheizung. oder zehn eier zum geburtstag. oder zu weihnachten marzipankartoffeln. dankbar für so einen pool praktischer tipps konzentriere ich mich aufs warenangebot, kaufe sojamilch, räucher-algen-tofu und kamut-amaranth-brot.
bei mami ein traumhaftes low-carb-dinner: suppe aus pürierten paprika mit knoblauch-garnelen und auberginen-lasagne.
vorm schlafen noch ein bißchen in feriduns rom-buch und verschiedenen blogs geschmökert. gingko-tee.

tagebuchbloggen 16. märz

im moment ganz schlechter schlaf. wache immer viel zu früh auf. U sagt, das liege am neumond, der eine wahnsinns-energie mit sich bringe, die uns alle wach halte. das lege sich aber in ein paar tagen.
email von harry mit einem fotoalbum, zig fotos von anno dazumal, die jazzszene. ich bleibe sehr lange drin hängen und finde es beides, schön und auch schaurig, wie wir zusammen alt werden. manch einer weilt ja auch schon nicht mehr unter uns.
das wetter wird etwas freundlicher, beim bäcker stehen tische und stühle draußen, an denen klönende raucher  dick eingemummelt vor kaffeebechern und kuchentellern sitzen. ich bringe meine ohrringe aus dem kabul-shop zu meike, damit sie mir andere haken dranmacht. willy, ihr hund, humpelt. fuß vertreten.
ein spaziergang auf dem südfriedhof erstickt im keim. der boden ist einfach noch zu tief, und die blüten und knospen, die ich gern fotografiert hätte, sind noch nicht erschienen. also schwenke ich um und lenke meine schritte zu kik, wo ich immer irgendwas finde. zwei braune kaffeeschalen, innen weiß. stück 1 euro. kleine glitzersteinchen für künstliche fingernägel. die kann ich für bilder oder selbstgemachte postkarten verwenden. gelbe und grüne kerzen. das anvisierte "ignore gossip"-t-shirt lasse ich mittelschweren herzens hängen.
am nachmittag unterricht, meine irish-fiddle-schülerin V. muß abrupt nach norwegen ziehen und ist völlig durch'n wind. wir verabreden eine -letzte?- stunde in den osterferien und sind beide traurig.
pumpe mich den ganzen tag mit koffeinhaltigen heißgetränken voll, die aber nicht wach machen.
abends bei lidl seh inmitten all der müden feierabend-gesichter ein t-girl, ein großes,stattliches, mit viel schminke, lidschatten in türkis von hohem sättigungsgrad, neonrosa lippenstift. klasse passing, denke ich und freu mich, daß solche mutigen menschen farbe ins graue einerlei bringen und das entgegen der anfeindungen, denen sie bestimmt oft ausgesetzt sind.
mit einem fläschchen chardonnay bewaffnet wackel ich weiter zum dienstäglichen freundinnentreff, wo es eine leichte ;-) hackfleisch-käse-sahne-suppe gibt (total lchf, würde ich mal sagen)- und astro-würfel (immer!).
nachts noch in f. zaimoglus rom-buch gelesen und mich gefragt, ob der überhaupt noch hier, auf der anderen straßenseite wohnt.  wird zeit, daß es warm wird und sich die lutherstraßen-bewohner wieder mehr auf der straße rumtreiben., man ist ja sonst gar nicht mehr im bilde.

Montag, 15. März 2010

tagebuchbloggen 15. märz

viel zu früh von hyperaktiver gestreifter katze namens baby geweckt worden, die rabiat auf mich springt und laut schnurrend streicheleinheiten fordert.  bleibt einfach auf mir liegen und starrt mich schnurrend an, egal, auf welche seite ich mich drehe, sie findet ihre position immer wieder.
sonne...tatsächlich sonne, die durchs fenster scheint, während ich im schneidersitz auf dem bett meinen sojamilch-cappucchino trinke und dabei mein privates tagebuch auf dem laptop schreibe,einen großen, dicken siamkater namens king neben mir, der mich zu seinem menschen erkoren hat und den ehrgeiz hat, es mich in jeder minute wissen zu lassen. beim joggen wieder schneeflöckchen, die auf meiner bleichen wange schmilzen. und scharfer wind.
nach bestem low-carb-brunch und der fron des montäglichen dreads-waschens wieder todmüde.
nach kiel, wo der westring total verstopft ist wegen einem unfall und ich mich entschließe, ihn über die hamburger chaussee zu umfahren. vor der gablenzbrücke jedoch eine baustelle, die ich erst bei der siebten oder so ampelphase passieren kann- alles in allem 20 minuten zu spät zum unterricht gekommen. bei meinem hysterischen naturell legt sich der streß den ganzen nachmittag nicht wirklich.
abends allein und gemütlich in der lutherstraße. räuchertofu mit algen und ein großer grüner haufen brokkoli. internetsurfen, wobei mir in letzter zeit immer wieder auffällt, daß die verbindung hier langsam ist. youtube oder lindenstraßen-videostream katastrophal, steckenbleibend. ich werd wohl meine flatrate aufstocken müssen.
paar yoga-asanas. gingko-tee. bücher querbeet, "der weg des künstlers", immer noch "strobo", das nicht recht was für mich ist.
happy, daß mir jemand auf flickr helfen konnte, die lumix so einzustellen, daß sie nun wirklich scharfe bilder macht .

tagebuchbloggen kiel-mediendom.

gestern sagenhafter muskelkater, den ich freudig begrüßte, bedeutet er doch, daß ich mich tags zuvor in bewegung gesetzt habe. gejoggt bin ich tatsächlich! meine urban grooves auf den ohren. die new balances an den füßen und in aller lockerheit eine kleine feine runde gedreht-what a feeling! vor allem hinterher. bäume hätte ich ausreißen können, habe aber die energie in ein heftiges, kleines, wütendes badezimmer-saubermachen und fußböden-feudeln der quickborner flächen verwandelt, und das war auch gut.

gestern dann ein besonderer event: zum ersten mal im kieler mediendom gewesen. da lief die show "metavista".  ich war ja in der letzten zeit öfter mal im hamburger planetarium, welches in seiner größe natürlich ungleich imposanter ist, aber mir gefällt der knuffige kleine mediendom auch sehr. im zentrum des kreisrunden raumes unter der kuppel, welcher 63 leute in zwei reihen faßt, sitzt der gitarrist jens fischer inmitten seiner electronics, looper, effektgeräte, midipedal, laptop, und kreiert aus dem stand musik auf zwei akustikgitarren abwechselnd. er erfindet loops, über die er virtuos improvisiert, zum teil mit einem cellobogen gestrichen, oder tabla-ähnliche trommelklänge auf der gitarrendecke erzeugend. darüber in der kuppel erscheinen landschaften, berglandschaften, meer, wälder, unterwasser, rapsfelder, immer wieder wolkenhimmel, und dann das all, die sterne, mondlandschaften und wüste, und dann wieder das universum, mit bewegten kugeln, in denen sich wieder landschaften spiegeln. wenn man sich entspannt in den sitz zurücklegt, und alles zusammen auf sich wirken läßt, ist es wie ein traum, ruhig und meditativ und phantasievoll. keine handlung, kein film, das sowieso nicht, da ja das visuelle geschehen live als interaktion mit der musik geschieht-von sechs gleichzeitig laufenden computern per mausklick und touchscreen über die kuppel geschickt werden.
mir gefällt das als kunstform sehr!
und weil aba eine einladung hat, ein solches mutimediaprojekt mit seinem cello zu erstellen, sind wir hinterher noch zum griechen 'ne runde brainstormen gegangen.

Freitag, 12. März 2010

tagebuchbloggen 12. märz



mein unterrichtsnachmittag in itzehoe im sehr geliebten kulturhof, wo manche trotz gebrochenen daumens die eltern überreden, sie dennoch zum geigenunterricht zu karren-das nenn ich mal einsatz!