Sonntag, 30. Mai 2010

eurovision song contest - subjektiv .

früher hab ich diese sendung beim eierlikör mit omi gesehen, in schwarz-weiß auf ihrem großen fernseher mit der ovalen bildröhre, die dauernd kaputt ging, mit den grünlich schimmernden rechteckigen leuchtknöpfen. ich weiß, daß es omi und ich waren, denn meine eltern hätten das bestimmt nicht ausgehalten. da gab es langweilige schlager in verschiedenen sprachen, die es exotisch machten, und irgendwie war es ein bißchen besonders, spannend oder zumindest unterhaltsam. damals gab es ja auch solche großformatigen tv-ereignisse nicht so alle naslang wie heute. als unsere omis nicht mehr waren, fanden wir uns als freundinnen zusammen und zelebrierten den abend bei rotwein in farbe, die musik wurde doof und dööfer mit den jahren, doch ganz ab und zu war mal ein richtig gutes stück dabei. normalerweise bleiben diese ja in der vorentscheidung hängen. guildo hat euch lieb zb fand ich super! und  da gab es max mutzke, und dessen song liebe ich für immer. wie enttäuscht ich war, als er auf platz acht landete-total unverständlich für mich. in den letzten jahren hab ich die sendung gar nicht mehr gesehen, einfach, weil ich die musik durch die bank einfach furchtbar finde. erstens ganz einfach nicht mein geschmack, aber auch immer so laut, so über-instrumentiert, so viel synthetisches gelärm, die bühnenshows nicht mal mehr zum lachen, sondern nur noch anstrengend. dann dieses ganze nationalistische getue, alles in allem ein overkill für mein nervensystem. abgesehen von der endlosigkeit der sendung.
aber gestern hab ich doch mal geguckt, und aba und ich haben es uns mit einer buddel bier vor dem fernseher gemütlich gemacht (und nicht ernsthaft bedauert, nicht in hamburg auf dem spielbudenplatz inmitten der 25.000 zu stehen) denn uns gefällt "satellite", und wir  wollten mal sehen, was damit passiert. es hat einen klasse groove, das lied, und lena finde ich auch gut. zwar fand ich blöd, daß man sie so angemalt hatte, daß sie aussah wie der commedia dell'arte entsprungen, und somit der natur-effekt weg war, der doch ein wichtiger teil ihres charismas ist. ich erkannte quasi ihr gesicht nicht wieder. ansonsten: irgendwie klasse. das outfit, einfach so, schwarzes etui mit schwarzen beinen, die linkischen bewegungen, dieses unglückliche, eckige englisch, was auch immer für ein akzent das sein soll...und dann dieses lied mit dem hippen rhythm, alles zusammen angenehm skurril...schon in ordnung, besonders nach 21 beiträgen, die bei mir so gar nicht resonnierten. wobei: nichts gegen die künstlerische qualität hier und da! aserbaidschan fand ich gut, auch die ukraine und ebenfalls albanien war doch gar nicht übel! gestaunt hab ich darüber, daß frankreich gar nicht lenas direkte konkurrenz war, denn da hätte ich mich nicht gewundert, wenn das der eurovisionshit 2010 geworden wäre.  
das ist ja auch das interessante an der sendung überhaupt, daß man überhaupt nichts vorhersagen kann, und dann nachher die votings aus den einzelnen ländern sehr überraschend sind.
so wie ich auch nicht gedacht hätte, daß lena (ich meine "wir", lach) mit so riesigem vorsprung gewonnen hat. mich hat es gefreut, daß ich diesen song nun immer mal wieder hören werde, und nicht irgendein anderer permanent dudeln wird, den ich nicht mag.
damit ist das thema für mich dann auch durch.
eben hab ich trotzdem mal spaßeshalber geguckt, was in hannover so los ist. wow. da fiel mir der spruch eines bekannten zu der fernsehperformance der trauerfeier von lady di ein: "solange die menschheit in so einem zustand ist, kannste doch alles vergessen."

Donnerstag, 27. Mai 2010

lutherstraße. morgenstund.

ach, herrlich....



so ein morgenkaffee aus dem lieblingsbecher!



nich lang schnacken, kopp in nacken!



dabei kann man ja mal einen blick auf die straße werfen, mal sehen, wie's dem auto so geht.



und es war ja klar...ein ticket! ringsherum sind die straßen aufgebuddelt worden, so daß es gar keine parkplätze mehr gibt, und was soll man da machen, bitteschön?  das auto hochkant an die wand klappen??

also hat yael einen emotionalen flash...


und ärgert sich grün und blau.


dabei ist es ja nicht so, daß der freund und helfer nicht mit praktikablen tipps dem verzweifelten bürger unter die arme zu greifen wüßte. also - frisch voran auf schusters rappen! heute nehmen wir gleich mal die strecke kiel-wacken in angriff!




Mittwoch, 26. Mai 2010

chicken curry.

die kieler woche naht, und diesmal werde ich sie nicht schmähen...diesmal gibt es einen gig, am 27. juni im hiroshima-park, ab 19 uhr.
und um jetzt schon mal in stimmung zu kommen, guck ich mir immer mal ein paar videos von meiner alten band "funky flute" an, die ich neulich hier vorgestellt hab.
der mann an der gitarre heißt volker linde.
mit einigen aus der band mache ich auch heutzutage musik, harry kretzschmar (b) ist tragende säule des clasen-koehler-quartetts, mit dem ich im hiroshima-park sein werde, wobei sönke liethmann (perc) als special guest mit dabei sein wird.
mit peter weise (d) ergeben sich leider nur sporadische gelegenheiten, was ich sehr schade finde, und auch mit martin moldenhauer (p) habe ich lange nicht gespielt.
mit volker ist das was anderes. wir beiden durchkämmen viele sparten der musik, wir spielen mittelalterliches in der gruppe antecursores, barockes, und er spielt die dadgad-gitarre zu meiner irish fiddle.
es wird zeit, daß wir die funky flute band wieder aufleben lassen....

Dienstag, 25. Mai 2010

das gedicht zum montagmorgen, der ein dienstagmorgen ist.



Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muss, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.




Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
geht es um dich oder ihn.
Dein eignen Schatten nimm
zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruss mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiss deine Pläne. Sei klug
und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten.
gedicht: rezept
autorin: mascha kaleko 



 

Samstag, 22. Mai 2010

what a bliss!

mir fällt gar nicht viel ein, was ich zu diesem foto schreiben könnte.
ich bin immer noch sprachlos, so klasse war dieser morgen, als ich mich meiner freundin barbara zum frühstück traf, und kaum daß wir uns vors café gepflanzt hatten, um die ecke plötzlich eine große schöne frau mit wehenden schwarzen haaren trat und vor uns stehen blieb: der kult auf zwei langen beinen, die ikone der kieler bloggerszene: svenja!
lange zeit haben wir uns gegenseitig kommentiert und einige emails geschrieben, aber gesehen haben wir uns noch nie, obwohl das schon lange geplant war. dabei hab ich immer ausschau gehalten, ob ich sie mal irgendwo entdecke, bei deichmann zum beispiel oder bei plaza...aber dann kam's umgekehrt und sie erspähte mich, im vorbeifahren an der lutherstraße durchs autofenster, sie dachte jedenfalls, daß ich das sein müßte wegen meiner markanten haartracht, und  hielt mit quietschenden reifen an und dann stand sie vor mir. mensch, hab ich mich gefreut!  und dann hatten wir drei erzählstoff für viel mehr stunden als wir zur verfügung hatten, dann mußten wir alle los, ich zum unterricht und svenja zu plaza, ein paar halbe hähnchen frühstücken ;-)


seitdem sind viele lange emails hin und her geflossen und ich freue mich ganz doll auf das nächste treffen mit mehr zeit und muße!

Freitag, 21. Mai 2010

funky flute gesche c. 1994

damals hatte ich einen laut rauschenden atari und einen roland U20 und einen notator. mit den einzelnen komponenten konnte ich schon nicht umgehen, geschweige denn deren zusammenspiel koordinieren (ich glaube, das war damals auch ein echter pain-in-the-ass....). aber mit dem bisschen, was ich mir dank der damaligen standleitung zu harry rausgefummelt hatte, hab ich stücke für meine damalige band, welcher ich den wohlklingenden namen "gesche-clasen-funky-flute" gab, gebastelt.
dieses stück, weiß ich noch genau, war mein erster versuch.
ich stand ja sehr auf diese band und tue es heute noch. es hörte damals auf, weil ich für ein paar jahre nach stuttgart zog. ich habe immer mal wieder ähnliche projekte angestrengt, die aber wieder im sande verliefen, weil ich eigentlich immer diese band gesucht hab.
aber wer weiß....vielleicht gibt es ja tatsächlich mal ein revival! auf facebook, wo harry diese clips gerade reingestellt hat, höre ich zurzeit quasi die nachtigall trapsen ;-)

Dienstag, 18. Mai 2010

prozeß am hals.

so eine querflöte muß ja alle paar jahre mal generalüberholt werden.
in unserer ja relativ kleinen stadt mit überschaubarer szene, gibt es dafür zwei möglichkeiten. zwei stationen, an denen man sich um die blasinstrumente aller bigband-, blaskapellen-, flötenchor-, orchester-, musikschulmitglieder kümmert. als flötenlehrerin und musikerin verteilt man bestenfalls die gunst auf beide. schickt den einen schüler zum flöte kaufen hierhin, den andern dort, und wenn man selber mal eine kleine reparatur hat, läßt man sie bei dem einen machen, und wenn mal wieder was ist, den anderen.


so hab ich es jahrelang gehalten, ach was, jahrzehntelang, mit ausnahme meines 9jährigen stuttgarter exils.
seit fünf jahren bin ich nun wieder hier. beide werkstätten haben kundschaft von mir bekommen, aber nun war dann eine generalüberholung an meinem leib-und mageninstrument fällig. ich brachte sie nach dem eene-meene-muh prinzip zu werkstatt a.  und kriegte und kriegte sie nicht wieder. man muß wissen, daß diese reparatur normalerweise eine woche bis zehn tage dauert. dann muß ein professioneller flötist sein instrument wieder haben. das ist doch klar, das weiß jeder flötenbauer. (ja, ich hätte sie auch wegschicken können, nach stuttgart, zu einem meister meines vertrauens, aber ich mit meinem eingebauten local-dealer-support....) jedesmal, wenn ich anrief, hieß es: "äh... *stammel*...diese woche brauch ich noch...."
mir wurde allmählich mulmig und ich dachte: der kriegt das nicht hin.
zuhause hieß es: "don't press him, then he will do a bad job!" 
ich spielte auf meiner alten not-flöte so lange, aber die kann eben nicht, was die richtige kann.
als ein notfall kam und ich ganz dringend eine mit ähnlicher mechanik brauchte, bekam ich ein modell aus seinem laden, aber die konnte natürlich auch nicht, was meine kann, denn die war ja auch ein schülermodell, und man kann auf gar keiner fremd-flöte auch nur annähernd so spielen und sich so zuhause fühlen wie auf der, mit der man 20 jahre zusammengewachsen ist. es ist einfach nicht so, als wenn der wasserhahn in der küche kaputt ist und man sich ein paar tage mit dem aus dem badezimmer behilft, es geht um sensibelste abläufe und steuerungen, eben das, was einen beruflichen musiker ausmacht. und außerdem ist dies das instrument, das meine stimme ist und mit dem ich mein geld verdiene. von dem ich lebe. meine existenz.



irgendwann, nach langen wochen, der ersehnte anruf, angereichert mit etlichen ausreden ob der absurd langen wartezeit. ich fuhr hin, nur die buchhaltung war da, und holte die flöte ab. im laden ausprobieren kam gar nicht in frage, wie soll ich sensibelstes erspüren, wenn ich von dem instrument, das ja wie ein organ meines körpers ist, wochenlang abgeschnitten war? nein nein, erstmal ganz in ruhe zuhause ausprobieren.
als erstes fiel mir auf, daß die beule am kopfstück  immer noch da war, und ich fragte mich: wie kann man so etwas polieren, also dieses wunderschöne kunstwerk aus silber und rotgold, gefertigt von der traumhaften wiener flötenwerkstatt, eigens für mich, lange in der hand haben und genau anzusehen, ohne die beule rauszumachen? das ist doch das erste, was man tut!
und dann: kam kein ton.
ab a nach unten war funkstille.
ich probierte am nächsten tag, aber die funkstille fühlte sich nicht wie ein schräubchen an, das vergessen wurde, ...ich fühlte, daß dies schwerwiegender war. und daß ich jetzt die möglichkeit hatte, wieder hinzufahren, dann wird da dran herumgeprokelt, es spielt, und dann nach zwei stunden nicht mehr, oder man gleicht aus, ansatz, fingerdruck, alles, was in langen studien-und berufsjahren genauestens eintrainiert wurde, versaut man sich, weil man es nicht wahrhaben will, daß die teure reparatur schlicht und einfach in die hose gegangen ist. und dann fährt man wieder hin, zeit, die man gar nicht hat...und so weiter. ich habe so etwas vor vielen jahren andernorts schon mal erlebt.
wenn man den laden verläßt, mit einer frisch generalüberholten flöte und einer rechnung über 650 euro in der hand, dann muß man mit dieser flöte auf die nächste bühne gehen können, und sie muß verläßlich sein.
gottseidank war da keine bühne weit und breit.
nachdem ich den schock soweit verdaut und mein schicksal angenommen hatte, bin ich zu bläser-werkstatt b gegangen. ich wollte nur mal gucken lassen, was mit meiner flöte los ist. eine zweite meinung. eine bestandsaufnahme. meine hoffnung war, daß er sagt, ach, da muß nur hier nochmal die feder richtig reingesetzt werden, dann ist es gut.
aber nein, er hielt mir die flöte hin und erklärte mir und zeigte mir (und einem alten bekannten, der auch gerade da war) mittels eines kleinen blättchens, daß die polster krumm und schief waren, er meinte, die paßten sogar gar nicht zu meinem modell, und daß filze und korken ebenfalls schief abgeschnitten seien. und ich wußte, was ich gleich gewußt habe: die flöte muß neu gepolstert werden. das ist die gleiche arbeit nochmal, der gleiche preis nochmal. die verlorene zeit, die lücke in der kontinuität meiner übung ist dabei, würde ich sagen, der weitaus schwerwiegendere und gar nicht mit geld aufzuwiegende negativaspekt.
ich also schnurstracks zu werkstatt a. und dem guten mann ganz nett erklärt, daß ich keine nachbesserung von ihm vornehmen lassen werde, denn wer mich erst sieben wochen lang ohne flöte läßt und dann so ein ergebnis abliefert, daß ich leider zu dem kein vertrauen mehr habe.
er fing dann an, ja wir müßten uns ja einigen usw. ich sagte, okay, wir telefonieren. und weg war ich. ich gab die flöte werkstatt b, welche den auftrag annahm.
am nächsten tag das telefonat. mir war mittlerweile bewußt geworden, wie absurd es wäre, überhaupt geld für: was überhaupt??? zu bezahlen. dafür, daß ich von meinem instrument entfremdet war, daß ich dann eine unspielbare flöte in den händen hielt, auch noch bezahlen? mein umfeld war noch empörter als ich. aber werkstatt a wollte kohle sehen. ich sagte: wir haben immer ein sehr gutes geschäftsverhältnis gehabt, und ich werde dir weiterhin schüler schicken, das hat jetzt damit gar nichts zu tun, du hast dich mit dem auftrag übernommen, aber sei's drum, wir sind hier in einer kleinen stadt, und ich werde das nicht breittreten, ich versalze niemandem die suppe. ich ein bißchen wütend, er eher zerknirscht, legten wir auf. nochmal drüber schlafen.
ich hörte nichts mehr von ihm.
ich ging davon aus, wie ich gedacht hätte an seiner stelle. da ist eine musikerin, die jeder hier kennt, zumindest jeder, der mit musik zu tun hat, eine öffentliche figur also, die hat jede menge schüler, einer hochmotivierter als der andere, was ich immer wieder in meinem laden beobachten kann, wenn sie hier mit strahlenden augen stehen, und die kaufen sich hier nicht nur flöten für 1000, sondern auch mal eine für 2500 euro,und bleiben meine kunden für viele, viele jahre.....und nun hab ich ihre verhunzt, aber sie haut mich nicht in die pfanne, da kann ich froh sein, schwamm drüber, glück gehabt. hätte auch anders kommen können. betrachte ich die ergebnislosen arbeitsstunden mal als übung.

irgendwann kam eine mahnung. 650 euro. ein fehler seiner buchhaltung.
nach unserem gespräch ein dummer irrtum seines büros.
dachte ich.
lächelnd knüllte ich den wisch zusammen und schmiß ihn in den müll.
ich schickte ihm wieder eine mutter, die eine flöte für ihren sohn mietete, als goodwill-signal und beweis für meine ehrlich gemeinten worte.
dann kam post von seinem rechsanwalt.
inkasso-bescheid über 650 euro. anwaltskosten, gerichtsandrohung usw.
das ist doch nur noch als verhöhnung der kundschaft zu bezeichnen und in meinen augen unendlich dumm.
für mich ist es im schlimmsten falle einmal ein finanzieller schlag, der sich wieder rauswächst.
für werkstatt a jedoch ein richtig saftiger image-schaden. ist der ruf erst ruiniert, klagt es sich völlig ungeniert.
was sagte heute ein erwachsener schüler (der nie wieder dessen laden betreten will, auch nicht für die ganz speziellen saxofon-mundstücke, die es in kiel nur da gibt): wenn man mit seiner kundschaft vor gericht zieht,  verliert man immer.
vor allem: es ist ja nicht so, daß ich so eine bin, die ihre rechnung nicht bezahlen wollte, weil sie das geld nicht aufbringen kann oder will, ich habe die rechnung ja sofort bezahlt - dem, der die arbeit mit dem erwarteten ergebnis ausgeführt hat.
wie kann einer mit mir vor gericht ziehen für etwas, was er selber verbockt hat???
ich soll noch für den mist, den er verzapft hat, bestraft werden? geht's noch?
jetzt halte ich natürlich nicht mehr meinen mund. im gegenteil, ich bin es meinen kollegen und auch den zukünftigen schülern schuldig, sie vor solchen unlauteren methoden zu warnen.
und vor mangelnder fachkompetenz und zu großer klappe.
und ich bin gerührt von der regen anteilnahme, die ich von allen seiten aus der fachwelt erfahre.
allerdings bin ich erstaunt über die erfahrungsberichte anderer mit ebendieser firma. da kommt sowas wohl schon öfter mal vor....und man hat sich allgemein gewundert, daß ich mein instrument hier hingebracht habe.

heute kam post.
mir  krachte das kinn auf die tischplatte.
werkstatt a hat sich dafür entschieden, eine geschichte zu erfinden.
die argumentation auf lügen aufzubauen!!!
einfach alles  abzustreiten.
die flöte habe ordnungsgemäß funktioniert, als ich sie abholte. ich fass es nicht.

na warte!

ich habe auch einen anwalt.
und ich sage die wahrheit, und das liebend gern unter eid!

übrigens: die flöte ist jetzt ganz hervorragend.
vielen dank, werkstatt b!
geht doch... :-)

Donnerstag, 13. Mai 2010

heimspiel.

ein schleswig- holsteiner spielt nicht auf dem schleswig-holstein-musikfestival, ein kieler nicht (oft) in kiel, ein quickborner nicht in quickborn.


der prophet gilt nichts im eigenen land, so ähnlich.


deshalb hier besonders festhaltenswert, impressionen von dem abend vor zwei tagen, als aba und naomi (die nun gar nicht mehr in quickborn wohnt, sondern eigens aus dem fernen dresden angereist kam) erstmalig in der kleinen, feinen konzertreihe des örtlichen kammermusikvereins auftraten.


was die video-qualität der lumix angeht....naja.
und dann dieses ganze konvertieren und ich weiß nicht was. ich glaube, zum filmen hole ich doch den guten alten camcorder wieder aus dem schapp...


schiss.


heute war der nachbar da, mit einer schauergeschichte, die sowohl wahr als auch unwahr sein kann....


man soll zwei straßen weiter eingebrochen haben.
man habe die terrassentür angebohrt zum zwecke des gas-einlassens.
man habe mit eben jenem gas den hund betäubt.
und dann die in dem haus schlafenden menschen.
und dann habe man alles ausgeräumt.
der nachbar meinte nur, wegen der celli und der anderen musikinstrumente, die im oberen stock nächstens besser platziert seien.
ich finde das ja auch. aba sieht das nicht so verkniffen. sowas hier in deutschland, das kann er sich gar nicht vorstellen...
und ich plädiere auch dafür, daß die terrassentür nachts richtig verschlossen wird und vorn die kette vorgelegt.
aber was soll man gegen bohrer und betäubungsgas machen?
umziehen.



auswandern.
oder?

Dienstag, 11. Mai 2010

happy birthday to me.

leider bin ich auf meiner geburtstagsfeier gar nicht recht zum knipsen und filmen gekommen, aber diesen kleinen schnipsel hab ich gerade noch erwischt...



vielen dank all meinen freunden und familie für die schöne party und die tolle bescherung, mit der ich gar nicht gerechnet hätte :-))

und warum ist jetzt das youtube-format so groß, daß es nicht in meinen blog paßt...??? grrr....

Freitag, 7. Mai 2010

lutherstraße. shoemaker's frust.

karsten hat's satt.
so wie ich arbeite, um das auto finanzieren zu können, mit dem ich zur arbeit fahre, so arbeitet er, um die miete für seinen laden aufzubringen. lange unterhielten wir uns über die absurdität der geldumverteilung in unseren berufssparten.
wie oft sehe ich ihn im vorbeigehen noch spätnachts an seinen maschinen stehen und trensen, sättel, zaumzeug reparieren.
nun hat er seinen laden so schön renoviert, alles in warmen erdfarben, da kommt der vermieter wieder an und will noch mehr geld. da hat karsten gesagt, vergiß es.
und nun zieht er nach flintbek ab. dort wird er die werkstatt schmeißen und jemand anderes wird sich vorn um die kundschaft kümmern. schon letzten sommer, als ich gemütlich unter palmen vorm prinz willy saß und er nur mal für zwei minuten über die straße kommen konnte, um hallo zu sagen, war er sichtlich genervt von seiner situation.
ich wußte nicht, daß zb ganz viele leute ihre schuhe hinschleppen und sie nie wieder abholen.
nun packt unser shoemaker seine siebensachen und verläßt die lutherstraße, wodurch diese wieder sehr viel ärmer wird. immer weniger kneipen, immer weniger altes handwerk. dann wird er nicht mehr vorm laden stehen im sommer und mit jedem nett schnacken, durch die scheibe jedem freundlich zuwinken, der vorbei flaniert, sein auto wird nicht mehr meines zuparken, und die hunde sind dann auch nicht mehr da. gismo, der mich immer ankläfft, wenn ich vom joggen komme (sonst komischerweise nicht), antonia und die allergoldigste rosalie. dann wird auch nicht mehr die kleine hunde-matratze im sommer auf dem bürgersteig liegen.





hey, das ist TRAURIG!


da hilft es auch nicht, daß katharina in ihrem comicatelier nebenan für hellköpfigen nachwuchs sorgt.



und auch dieser kollege - gestern im stadtfeldkamp entdeckt - ist kein wirklich adäquater ersatz.


 ein kleiner trost war gestern die bekanntschaft mit dem doggen-kind käthe...

aber trotzdem...




lieber karsten, ich wünsche dir, daß du jetzt viel mehr zeit für deine pferde und hunde und hühner hast, und daß es die richtige entscheidung war!
und laß mir die adresse von deinem chrysler-schrauber da.....

Mittwoch, 5. Mai 2010

noch ein vintage - video.

in den nächsten tagen kümmere ich mich um meine turbo - sdhc - karte.
und da ich für den für heute gedachten post noch ein paar fotos schießen muß und euch heute nicht mit idyllischen pics von der moorteichwiese langweilen will, zumal ja gerade eine landschafts - sequenz dran war, gibt's hier einen kleinen rückblick: folge neun aus yael's beliebter kochshow :-)

Dienstag, 4. Mai 2010

videoclips, bald!

mein umfeld wünscht sich wieder videos von mir und nannte favorites aus meiner bunten vlog-liste.

ich hab auch einige lieblinge, zB diesen:



aber nun kommen die lumix und ich noch nicht so richtig zurecht mit dem filmen, und das scheint an der speicherkarte zu liegen, die wohl gewechselt werden muß.
ich werde sehen, was ich machen kann ;-)

Montag, 3. Mai 2010

moor.

nachdem der regen die ganze nacht auf die dachfenster gepladdert hatte und auch tagsüber so weitermachte,  und ich heute morgen damit rechnete, daß jeden moment  noah in seiner arche vorbeigeschippert kommt und wir und die katzen dann leider dem untergang geweiht sind, startete ich  noch schnell den computer, suchte die fotos von gestern raus und sagte laut: "praise the lord, david und yael...aber ihr habt immerhin noch eine tolle radtour gemacht!"
und zwar durchs himmelmoor, eine traumlandschaft bei quickborn (im krieg weniger traumhaft als arbeitslager verwendet), in dem "abgetorft" wurde und "vernässt" wird. 
man kommt sich da vor wie in einem nationalpark, ein riesiges biotop, und wir werden nie müde, quer durchs jahr da zu wandern, zu radeln, und zu fotografieren.
seht selbst:


schon auf der hinfahrt explodierte der löwenzahn hörbar


zum thema moor und regen fällt mir noch eine ganz schöne memoire ein, aber da muß ich britta erstmal um die fotos bitten. demnächst hier auf gesche=yael: abenteuer im dartmoor!