Samstag, 1. Mai 2010

st.pauli.

eins vorweg: es gibt zwei orte, an denen ich prompt in tiefe depressionen verfalle, das sind ein-euro-shops und amüsiermeilen.
neulich in hamburg. 
kleiner umtrunk bei c, die uns mitnahm auf einen st.pauli-trip per pedes.
richtig mit city-guide.
why not-da war ich schließlich noch nie so richtig. nicht, daß diese bildungslücke mich je geschmerzt hätte, aber wenn ich schon ungern reise, kann ich ja zumindest mal vor der haustür eine stadtführung mitmachen, oder?


wie gesagt füllten wir erstmal unsere tanks mit einer prickelnden köstlichkeit, die bei mir allerdings weniger levitation als  vielmehr bleischwere füße verursachte. und diese brauchte ich für die kommenden 3 stunden.



am hafen vorbei, entlang der landungsbrücken



wanderten wir zum heiligengeistfeld, wo das grüppchen gleichgesinnter ähnlicher herkunft (norderstedt, quickborn) sich proseccodosenhaltend
zusammenrottete.


kurzer abriß der geschichte hamburgs, dann als erstes ein kleiner blick ins east-hotel.


 nicht so übel, der schuppen.


 dann weiter richtung reeperbahn...


wo aba gleich von sangesfreudigen junggesellinnen abgefangen wurde.



und ich mir dieses jahr rechtzeitig ein sommerliches bühnenoutfit zulegte:


sowie endlich mal festes schuhwerk für den kieler-woche-matsch. nur kein neid, svenja!


hier gingen wir nicht rein:


aber dafür in eine stylishe cocktailbar:


mit hochmoderner beschallungs-technologie.


spaß, drinnen sowie draußen.


und weiter zur großen freiheit.


aber ich merke doch, daß ich wenig empathie aufbringe für die sich dort offensichtlich vergnügenden.
nun hab ich in zwar lauschiger nacht einen reeperbahnbummel gemacht, aber das feeling für jegliche kiez-romantik geht mir wohl ab :-( einfach ungemütlich da. aus offenen türen dunkler spelunken wummert derber tekkno-sound, zwielichtige gestalten mit scheelem blick schlingern durch die straßen. hohe proll-dichte natürlich.und jede menge touristengrüppchen, die sich fest vorgenommen haben, sich ganz doll zu amüsieren, und das auch total durchziehen. 


aber wir hatten ja  unseren personal guide c.
und die hatte für uns noch einen ganz tollen nächtlichen hafenblick vom hotel hamburg aus in petto :-)

und wieder bei ihr zuhause angekommen fühlte ich mich doch gleich viel wohler....

Kommentare:

Hausmann Hans hat gesagt…

Welch sündiger Beitrag. :-)
Und dann die Fanatasie, Gesche in diesem, einen Outfit.... ;-)

Alle 10 Jahre muss ich/wir mal wieder auf die Reeperbahn. In eine dieser Spelunken sitzen und Studien über die Abgründe der Menschheit betreiben. Herrlich, was es so alles gibt.

sundownerin hat gesagt…

ja ja, das wir werden heute unheimlich viel spaß haben syndrom ist schon ne geile sache.... und proll bin ich selber, da muß man ja nicht noch andere um sich haben.... smile...
wünsche einen angenehmen wochenstart

yael hat gesagt…

@ sundownerin: dir ebenfalls! und dass du proll bist, glaub ich nicht so ganz angesichts deiner schönen seite :-)))))

Svenja-and-the-City hat gesagt…

Ich hab mich privaat auf der Reeperbahn nie wohlgefühlt. Das war immer nur ein Einsatzort für mich. Aber ich muss gestehen, dass das schon 20 Jahre her ist. Es war mir immer rätselhaft, wie die Reeperbahn es geschafft hat, von der reinen Puffmeile zum Vergnügungsort für Jedermann zu werden.
Tolles Marketing, aber mich bringen da keine zehn Pferde hin. Trotzdem, liebe Yael, dein Beitrag ist prima geschrieben und viele schöne passende Fotos dazu.
Du hast den Bogen eben raus :-)

yael hat gesagt…

@ svenja: danke dir!

yael hat gesagt…

@ hausmann hans: das ist wohl wahr....

mkh hat gesagt…

Die "hohe proll-dichte" ist ziemlich sehr gut formuliert!